...und wie wir auch noch helfen:

Unser Hilfsprojekt hilft vielen Menschen in Therwil und Umgebung. Zum Beispiel konnten wir Herrn F. Kempf aus Ettingen einen Herzenswunsch erfüllen. Wir haben ein Occasion-Elektromobil gekauft und vermieten dieses nun an den betagten Senior für einen symbolischen monatlichen Beitrag.

„Ihr habt mir ein neues Leben geschenkt, denn ich bin wieder mobil!“

Diese Worte haben uns sehr gerührt und wir hoffen noch vielen Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen helfen zu können.


Am Därwiler Märt konnten wir am 28. April viele neue Kontakte knüpfen, viele Fragen beantworten, unsere Flyer verteilen und kleine Notizhaftblöcke mit unserem Logo verschenken. Wir danken allen Besucherinnen und Besuchern für das grosse Interesse an unserem Hilfsprojekt. Vielen Besuchern ist bewusst, dass die Armut auch in unserer Region ein nicht wegzudenkendes Thema ist. 

Besonders möchten wir uns bei Patrizia Amato und Kosmas Dimas von "Aromawelt" sowie bei Manuela und Fabienne Gschwind bedanken. Sie haben an ihren beiden Marktständen kulinarische Köstlichkeiten verkauft und ein Teil ihres Umsatzes möchten sie unserem Hilfsprojekt spenden.


Dankbarkeit 

Letzte Woche wurde uns diese wunderschöne Zeichnung von einem Familienvater überreicht. Seine Kinder (6 + 8j.) haben uns ein „DANKE-Bild" gemalt, welches wir gerne in unserem Vereinslokal aufhängen werden. Wegen Umstrukturierung der Firma wurde der Vater unverhofft arbeitslos und die Familie rutschte dann schnell ans Existenzminimum. Während dieser schwierigen Zeit haben wir die Familie, welche in einer Gemeinde im Leimental wohnt, unterstützt. Die Familie ist während einem Jahr wöchentlich ins Phari gekommen und hat Lebensmittel, Hygieneprodukte und bei Bedarf Kinderkleidung bezogen. Nun, nach über einem Jahr, wurde dem Familienvater und Ehemann wieder eine Festanstellung angeboten. Die ganze Familie hat sich bei uns herzlich bedankt und verabschiedet mit den Worten: „Das Phari ist ein Platz, wo wir uns willkommen fühlten und stets mit Respekt behandelt wurden. Wir wurden nicht nur materiell unterstützt sondern auch emotional gestützt.“ Es tut gut soviel Dankbarkeit zu spüren und zu sehen, dass unsere Arbeit sinn- und wertvoll ist. 


Unser neuer Flyer ist da!

Germe senden wir Ihnen bei Bedarf diesen per Post zu. Senden Sie uns eine Nachricht unter "Kontakt" vielen Dank!

(Zum Vergrössern auf den Flyer klicken.)


Weihnachtsessen 2017

Traditionell am 1. Advent fand wieder das Weihnachtsessen für unsere freiwilligen Phari-Helferinnen und Helfer statt. Diese engagieren sich wöchentlich mehrere Stunden und sind stets mit grossem Herzblut dabei. Sie haben immer ein offenes Ohr für die Menschen und helfen in den verschiedensten Bereichen der Vereinsarbeit mit. 

Bei einem wunderbaren Nachtessen haben wir einen schönen, gemütlichen und humorvollen Abend zusammen verbracht. Therese Gutzwiller und Rösli Frick haben uns wieder mit einem sensationellen Menu verwöhnt, welches sie dem Phari gespendet haben und wir danken Ihnen ganz herzlich dafür.


Bericht einer freiwilligen Helferin über den «Phari-Tag»

Die Schweiz gilt als reiches Land. Vergleicht man das Bruttosozialprodukt mit jenem von anderen Ländern, müsste man dieser These zustimmen. Aber auch in unseren Breitengraden, vielleicht sogar unmittelbar vor unserer Haustüre, gibt es Armut. Zum Glück gibt es Institutionen und Vereine mit engagierten Leuten, die das nicht als «gottgewollt» hinnehmen. 

Wer den BiBo aufmerksam liest (und das tun hoffentlich von Bottmingen bis Burg im Leimental alle), ist schon auf Berichte des «Verein Phari» gestossen. «Phari» bedeutet auf lateinisch «Der Leuchtturm», ist ein Schifffahrtszeichen und ein Orientierungspunkt, der schon von weitem sichtbar ist. Er ist ein Symbol für Licht in der Dunkelheit und der Hilfe, die von Land aus geboten wird. Auch ist er ein Symbol der Freiheit, Weite, Sicherheit, Geborgenheit sowie Beständigkeit und gehört zu den ältesten Kommunikationsmitteln der Menschheit. 

Im Jahre 2016 haben Gabi Huber und Brigitte Marques ihre zweijährige Ausbildung in Mediation (Vermittlung bei Konflikten) abgeschlossen und wollten das Erlernte in ihr soziales Projekt einfliessen lassen. Und gründeten besagten Verein «Phari», der in Therwil (Rauracherstrasse 6) zu Hause ist. Basel-Stadt hat mit den Institutionen «Tischlein deck dich», dem «Caritas-Laden» und der «Gassenküche» ein breites Angebot für bedürftige Menschen. Im Baselbiet gibt es wenige solche Angebote. Und arme Menschen gibt es aber auch hier im Leimental. 

Dass wir heute diesen Artikel auf der Seite Oberwil publizieren, hat einen trifftigen Grund. Eine freiwillige Helferin, Corinne Anderegg, welche im «Schnäggedorf» wohnhaft ist, hat folgende Chronik geschrieben, die wir ungekürzt publizieren: «Ein Dienstag im Phari: um 13.30 Uhr fährt ein Lieferwagen der Schweizer Tafel in die Rauracherstrasse in Therwil, gefüllt von oben bis unten mit gut erhaltenen, frischen und lang haltbaren Lebensmitteln. Die vielen Kisten müssen alle ausgeladen und die Treppen hinunter in unsere Räumlichkeiten getragen werden. Grosse Unterstützung erhalten wir dabei jeweils von zwei Asylbewerbern aus Therwil, welche immer pünktlich und voller Tatendrang mithelfen. Dies ist ein Gewinn für beide Parteien, denn die jungen Männer aus dem Asylheim haben eine Beschäftigung und können ihre Deutschkenntnisse anwenden und üben. Nun beginnt die Verteilung der Lebensmittel in unsere ‹Wuchegugge›. Das Gemüse und die vielen Früchte müssen sortiert und oft auch gerüstet werden. Ungefähr 50 Einkaufstaschen müssen für über 120 Personen (das sind rund 50 Familien) gefüllt werden. Der Inhalt soll für alle unsere Bezügerinnen und Bezüger möglichst gleich und ausgewogen sein. 

Nach 16.30 Uhr treffen unsere fünf, sechs Helferinnen und Helfer ein. Ein kurzes ‹Briefing› und die Einteilung erfolgt: Es werden jeweils zwei Helfer im Bistro, zwei Personen bei den Kleidern, eine Person an der Tür beim Einlass sowie eine bis zwei Personen bei der Lebensmittelverteilung benötigt. Frau Marques und Frau Huber sind stets am Empfang tätig. Frau Imhasly ist schon seit 13.30 Uhr vor Ort und organisiert abends auch die Lebensmittelabgabe. Gesamt sind wir also immer acht bis

zehn Helfer - und dies jeden Dienstag!

Kurz vor 17.30 Uhr kommen dann unsere Kunden vorbei. In der ersten Stunde von 17.30 bis 18.30 Uhr sind es Bewohnerinnen und Bewohner von Binningen, Bottmingen und Oberwil. In der zweiten Stunde, bis 19.30 Uhr, sind es Menschen, die in Biel-Benken, Ettingen und Therwil angemeldet sind, welche für den Bezug vorbeikommen. 

Damit es keine Bevorzugung gibt und niemand schon eine halbe Stunde vor Beginn vor Ort ist, werden Nummern gezogen und die Familien werden der Reihe nach hineingebeten. Nach Abgabe ihrer Bezugskarte und der Bezahlung von zwei Franken dürfen sich die Leute zuerst bei den Kleidern, Taschen, Gürteln und Schals umsehen. Danach kommen sie in die Küche, suchen sich ein Dessert oder Sandwich (gestiftet von der Bäckerei Grellinger, Reinach und Therwil) aus und setzen sich an einen der Tische in unserer Bistro-Ecke. Dort geht es lebhaft zu und her und viele Kinder spielen miteinander, während sich die Eltern unterhalten. 

Unsere Phari-Kunden sind sehr unterschiedlich: Jung bis Alt, Schweizer bis Asylbewerber, Single bis Grossfamilie. Allen gemeinsam ist, dass sie in Therwil und Umgebung wohnen und am oder unter dem Existenzminimum leben. Nach der Kaffee- oder Teepause dürfen sie die Lebensmittel abholen. Wir versuchen auch, auf Extrawünsche wie Lebensmittelallergien einzugehen oder geben einer jungen Familie ab und zu ein Pack Windeln mit. Mit den ausgesuchten Kleidern begeben sich unsere Phari-Kunden wieder zum Empfangstisch, wo die Kleidermenge kontrolliert wird und wo sie ihre Bezugskarte zurückerhalten.

Dankbar und mit voll bepackten Taschen verabschieden sich die Leute. Es stimmt oft nachdenklich, wie viele Personen diese Hilfe benötigen; aber es bereitet uns allen jeweils grosse Freude, diesen Menschen helfen zu können und sie wöchentlich wiederzusehen.»

Es sei mir eine persönliche Anmerkung erlaubt: Ein Artikel, der berührt. Eine Chronik, die sehr viele nachdenklich stimmen müsste. Und ein grosses Merci an alle, welche helfen. Selbstlos, freiwillig. In der heutigen Zeit – leider – keine Selbstverständlichkeit.

Der «Verein Phari» hat sich zum Ziel gesetzt, Familien und Personen im Leimental (Biel-Benken, Binningen, Bottmingen, Ettingen, Oberwil und Therwil)

zu helfen, die am oder unter dem Existenzminimum leben. Dies betrifft alleinerziehende Mütter und Väter, Senioren, Studenten, Flüchtlinge oder Menschen, die trotz ihrer (vollen) Erwerbstätigkeit viel zu wenig zum Leben haben. Was man «working poors» nennt. In einem reichen Land schlichtweg skandalös, ja Schande. Dies sei in aller Deutlichkeit gesagt.

Georges Küng


Zeitungsbericht aus dem Birsigtalboten (BiBo) vom Donnerstag, 14. September


2 Jahre Verein Phari

Schnell sind die zwei Jahre vergangen und dies durften wir bei Sonnenschein, gutem Essen und diversen Rhythmen am Sonntag, 18. Juni im Güggel feiern. Ein wunderschönes, friedliches Fest, voller Offenheit und schönen neuen Begegnungen. Danke allen, die sich die Zeit genommen haben, um mit uns auf eine weitere spannend Zeit anzustossen.

 


Im April durften wir die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a im Religionsunterricht in Reinach und Ettingen besuchen. Hier zwei Berichte von Ensani (Ettingen) und Lisa (Reinach). Wir freuen uns sehr über diese schönen Rückmeldungen. 

Zeichnung von Schülerin Jessica aus Reinach.


Was bedeutet „arm sein“?

Es bedeutet nicht nur ein materieller Notstand, sondern auch eine Unterversorgung in anderen wichtigen Lebensbereichen. Durch den finanziellen Engpass ist die Armut nicht nur materiell zu spüren, sondern auch die kulturelle Seite und das Sozialleben kommt zu kurz. Oft leben diese Menschen dadurch isoliert und fühlen sich einsam. Einfach mal einen Kaffee mit einer Freundin/einem Freund trinken gehen, ein Film im Kino ansehen, an einer Weiterbildung oder einem Kurs oder einem Vortrag teilnehmen, sich in einem Sport- oder Musikverein einschreiben: Dies ist alles nicht möglich, wenn man jeden Franken genau einteilen muss. Nun hat sich der Vorstand des Verein Phari entschlossen die armutsbetroffenen Familien (wie Working Poor, Alleinerziehende/Einelternfamilien) im Leimental nicht nur mit Kleidern, Lebensmitteln und Hygieneprodukten, sondern auch durch kleinere Kostenübernahmen zu unterstützen, um das Leben dieser Familien etwas lebenswerter zu gestalten.