Sternsingen 2022

Wir danken von ganzem Herzen dem Leitungsteam von Jungwacht & Blauring Therwil für die tolle Organisation des Sternsingens 2022. Ein Teil der gesammelten Spendengelder gehen an unser Hilfsprojekt. Dies freut uns sehr und wir danken allen Spenderinnen und Spendern herzlich für ihre Grosszügigkeit. Die Solidarität für Armutsbetroffene ist wichtig und wir danken Jungwacht & Blauring sehr für ihr Wohlwollen. Mit diesem Geld können wir vielen Menschen schnell und unbürokratisch helfen.


Danke für die Spende

Wir danken herzlich dem ganzen Team des Musiktheaters "Nur Illusion" für die grosszügige Spende an unser Hilfsprojekt.

Die engagierte Theatergruppe hat in Ettingen im 2021 zwei unvergessliche Aufführungen durchgeführt und spendet uns nun den Reinerlös dieses Projektes für die Einzelfallhilfe armutsbetroffener Menschen. Vielen Dank!


 

Danke lieber Santichlaus und Schmutzli aus Ettingen

 

Wir danken herzlich den Santichläusen und Schmutzlis von der röm.-kath. Pfarrei Ettingen für die grosszügige Spende von Fr. 665.-, die anlässlich der Familienbesuche in Ettingen für unser Hilfsprojekt gesammelt wurde.  Dieses Wohlwollen freut uns sehr und wir danken für die Solidarität den armutsbetroffenen Menschen gegenüber. 

 

Herzlichen Dank vom ganzen Phari-Team

Gabi Huber & Brigitte Marques


Im Frühjahr 2021 hat der neue GÖNNERVEREIN PHARI seine Aktivitäten aufgenommen und sich bei verschiedenen Anlässen vorgestellt. Innert kurzer Zeit ergaben sich dadurch erfreulich viele Mitgliedschaften. Durch die Einnahme dieser Mitgliederbeiträge konnte uns der Gönnerverein nun zu Beginn der Adventszeit den erfreulichen grosszügigen Betrag von Fr. 5'999.- im 99er Dorf übergeben.

Mit einer Mitgliedschaft als Einzelperson, als Paar/Familie oder als Firma beim GÖNNERVEREIN PHARI können auch Sie direkt zur Unterstützung unseres Hilfsprojektes beitragen. Damit wird ermöglicht, dass weiterhin armutsbetroffenen Menschen in der Region respektvoll, schnell und unbürokratisch geholfen wird.

Ein kleiner Beitrag für eine grosse Hilfe!

Kontakt und Anmeldung: goennerverein-phari@intergga.ch

oder über das Anmeldeformulare hier auf unserer Homepage


Grosse Solidarität

Wir danken hiermit folgenden Personen/Institutionen für die grosszügen Geld-, Waren- und Kleiderspenden an unser Hilfsprojekt.

- Fondation Bénina, Basel

- Jan Schweizer Daily Food, Biel-Benken

- Herrlich’s Fischlädeli, Oberwil

- Papuni, Oberwil

- Haecky Import AG, Reinach

- Coiffure, Jeannette, Reinach

- W. Beyeler AG, Dornach

Weiter hat uns eine sehr grosse anonyme Spende erreicht. Wir danken hiermit auf diesem Wege von ganzem Herzen! 


Regionale Armutskonferenz

Daniel Wittlin vom RegioTVplus interviewt unter anderem Toni Talarico bei der regionalen Armutskonferenz!

DANKE an Claude Hodel und Domenico Sposato, die Initianten dieser Konferenz!

 

https://www.youtube.com/watch?v=0Fk9O2jT2xg&t=1s


Interview in der BZ mit Toni Talarico

Ein Zeitungsbericht über Toni Talarico, welcher wöchentlich bei uns im Phari Lebensmittel abholen kommt und mit diesen zuhause wunderbare Gerichte kocht.

Hier der Text der Basellandschaftlichen Zeitung BZ vom 18. Oktober 2021.

Wir danken Toni herzlich für seine Offenheit!

Antonio Talarico in seiner Wohnung in Binningen. Nur weil die Vermieterin ihm beim Mietzins entgegenkommt, kann er hier wohnen.

Edel hängt die leicht vergilbte Karte des historischen Basels, in einen braunen Holzrahmen gefasst, in Antonio Talaricos Wohnzimmer. Daneben zwei Gemälde mit melancholischen Fasnachtssujets. «Das habe ich alles aus dem Müll gefischt», sagt der 60-Jährige, als er die bz durch seine Wohnung in Binningen führt. Was sonst betretenes Schweigen auslöst, überrascht bei Talarico kaum: Der Secondo war 20 Jahre lang Müllmann bei der Kehrichtabfuhr Basel-Stadt. «Ich war mit Leib und Seele dabei, es war meine Leidenschaft», sagt er und strahlt.

Diese Zeiten sind allerdings vorbei. Toni, wie er von allen genannt wird, ist arbeitslos. Und das schon lange. 2007 wurde er ausgesteuert, mit 47 Jahren. Als Sozialhilfeempfänger lebt er von der Hand in den Mund. Er sagt:

«Ich bin plötzlich in die Armut hineingerutscht. Heute weiss ich, sie kann jeden treffen, auch Dich.»

Gerade in der Schweiz sei Armut aber immer noch ein Tabuthema, etwas, über das man nicht spreche und das ja eh nur andere betreffe. Talarico will das ändern. Zusammen mit anderen Armutsbetroffenen erklärte er sich bereit, an der regionalen Armutskonferenz vergangenen Samstag im Landratssaal in Liestal teilzunehmen. Der bz öffnete er schon im Vorfeld seine Türe.

Talarico will zeigen, dass Armut mitten unter uns ist

«Man darf mich ruhig sehen. Geben wir Armut ein Gesicht», sagt Talarico, als der Fotograf während des Gesprächs dazustösst. Dabei ist auch klar: Der Binninger ist nur eines von vielen Gesichtern. «Armut ist sehr vielfältig», sagt Claude Hodel. Der Reinacher SP-Einwohnerrat hat die Konferenz als freiwilliger Mitarbeiter der Hilfsorganisation ATD Vierte Welt mitorganisiert und arbeitete vor seiner Pensionierung lange als Sozialdiakon der reformieren Kirche.

Hodel warnt vor verbreiteten Klischees, wie jemand in die Armutsfalle geraten kann. In Talaricos Geschichte erkennt er aber durchaus ein paar Muster, die er von anderen Armutsbetroffenen, die er als Sozialarbeiter begleitet hat, auch kennt. Doch:

«Am Ende sind es immer spezielle, ganz persönliche Geschichten.»

Der kleine Toni wuchs als Kind italienischer Migranten im Binningen der 1960er-Jahre auf. Armut war für ihn da bereits Alltag. «Drei Tage altes Brot zu essen, war für mich normal», erzählt er. Dennoch biss er sich durch und schaffte als Teenager über Zusatzprüfungen den Sprung von der Sekundar- in die Realschule. «Dort waren plötzlich Söhne und Töchter von Ärzten oder Anwälten meine Klassenkameraden. Ich ging an Partys in Villen mit Pool.» Um dazuzugehören und wegen Stress im Elternhaus begann Talarico, Zigaretten, Alkohol und Drogen zu konsumieren und rutschte zeitweise ins Rotlichtmilieu ab.

Die Müllabfuhr rettete ihn, doch der Preis war hoch

Sein Ausweg als junger Erwachsener war die Kehrichtabfuhr. Als Müllmann kam er weg von den Drogen, doch der Alkohol blieb. «Es war damals ganz normal, schon morgens vor Schichtbeginn mit den Arbeitskollegen zwei Schnäpse zu kippen, um dem Dreck in der Lunge ‹vorzubeugen›», erinnert er sich. Und der knüppelharte Job brachte noch andere Probleme: Zehn Tonnen Abfall habe jeder Müllmann pro Tag herumgehievt, dazu habe man bei jedem Wetter auch im kältesten Winter ausrücken müssen, sagt Talarico und zeigt seine Finger. Arthrose, Schulter- und Rückenprobleme machen ihm zu schaffen. Für einige Zeit konnte Talarico weg vom Müllwagen und in die Aufsicht der Kehrichtverbrennungsanlage wechseln, doch selbst dort hätte er immer wieder mit anpacken müssen. Nach 20 Jahren war Schluss.

2003 klärte die Invalidenversicherung seinen Fall ab und kam mit dem scheinbar perfekten Plan: Der 43-Jährige solle eine Ausbildung zum Kaufmann angehen. Diese hatte er früher schon absolviert, aber wegen seiner Drogenprobleme sei er an der Prüfung durchgefallen und habe sie nicht wiederholt. «Ich ging also erneut zur Schule und musste wieder lernen, zu lernen», sagt Talarico. Mit Erfolg. Das Bürofachdiplom habe er als ältester seiner Klasse mit Bravour abgeschlossen. Von der Schulleitung gefördert und von der IV finanziert, hängte Talarico das Handelsdiplom an. Sogar der eidgenössische Fähigkeitsausweis stellte danach für den ehrgeizigen Mann keine Hürde dar – wieder finanziert von der IV.

Vier Jahre Umschulung zum Kaufmann endeten im Nichts

Das nötige Praktikum absolvierte Talarico beim Basler Erziehungsdepartement im Personalwesen. Vier Jahre dauerte der ganze Ausbildungsweg. Nicht ohne Stolz sagt er:

«Die Mutation vom Müllmann zum Kaufmann fühlte sich toll an. Alle waren sehr zufrieden mit mir, ich wurde in den Himmel gelobt.»

Man hätte ihm versichert, dass er leicht einen Job finden würde. Doch nichts geschah. Talarico musste aufs RAV, schrieb 15 Bewerbungen pro Monat, obwohl nur acht gefordert waren. Doch am Ende sei es immer an drei Killerargumenten gescheitert: Zu alt, zu teuer, zu unerfahren. Und das mit 47 Jahren.

Viele der Bilder an den Wänden hat Antonio Talarico früher als Müllmann vor der Verbrennung in der KVA gerettet.

Die Folge: Antonio Talarico wurde ausgesteuert und landete in der Sozialhilfe: «Das ging alles so schnell, in Nullkommanichts ist man auf dem Sozialamt», erzählt er. Dass er von nun an mit weniger Geld zurechtkommen musste, sei nicht das Schlimmste gewesen. Viel belastender sei, komplett fremdgesteuert zu sein, keine Freiheiten mehr zu haben und langsam in die Isolation abzudriften. «Ich zog mich mehr und mehr zurück und wurde depressiv», so Talarico, der deswegen ein Jahr lang in psychiatrischer Behandlung war. Dass in der Einsamkeit der eigenen vier Wände die Süchte wieder an seine Türe klopften, half freilich nicht. Durch einen Entzug beim Blauen Kreuz kam Talarico vom Alkohol los.

Was blieb, waren die Zigaretten und das Übergewicht. Er fragt:

«Wie soll ich mich gesund ernähren, wenn eine Gurke sogar im Caritas-Laden 1.40 kostet?»

Jede Woche holt er vom Verein Phari eine Tasche Lebensmittel ab, die sonst in der Tonne landen würden.

Nach vier Jahren vergeblicher Bewerbungen fand 2011 das Glück zum damals 51-Jährigen zurück. Aus einem dreimonatigen Aushilfsjob als Archivar der Gynäkologie des Basler Unispitals wurde eine 50-Prozent-Festanstellung. Zwei Jahre lang arbeitete sich Talarico in die medizinische Fachsprache ein, um Operationsberichte und Patientenakten lesen und auch selbst schreiben zu können. «Da dachte ich wirklich: Super, hier bin ich bis zu meiner Pensionierung!» Doch daraus wurde nichts: Eine neue Mitarbeiterin begann, ihn zu mobben, bis das Unispital die Notbremse zog und gleich beide auf die Strasse stellte. Seit 2017 ist Talarico wieder arbeitslos.

Mit der Frühpensionierung gehen die Probleme weiter

Er schätzt, in all den Jahren weit über 200 Bewerbungen verschickt zu haben. Was ihn besonders schmerzt:

«Dass ich mir immer wieder anhören muss, doch mehr tun zu können, mich noch mehr zu bemühen, das tut weh. Wir Sozialhilfebezüger werden teils als faule Schmarotzer hingestellt, dabei gibt es niemanden, der nicht versucht, da wieder rauszukommen.»

Davon ist auch Claude Hodel überzeugt. Und noch etwas ist für den Armutsexperten wichtig: «Armutsbetroffenen sollte man nicht die Schuld an ihrer Situation geben.» Wie andere Menschen würden auch sie Fehler machen, doch Anrecht auf ein selbstbestimmtes Leben sollte jeder haben, findet Hodel. Stattdessen würden in Armut Lebende stigmatisiert.

Antonio Talarico hat mittlerweile resigniert. Mit 60 Jahren glaubt auch das Sozialamt nicht mehr daran, dass er nochmals eine Anstellung findet. In zwei Jahren soll er frühpensioniert werden. Das Problem: Um die Sozialhilfe zu entlasten, ist geplant, bereits jetzt auf Talaricos Freizügigkeitskonto, in das er während seiner Zeit als Müllmann beständig ein- und sogar nachgezahlt hatte, zurückzugreifen. Hier wird Talarico emotional: «Ich krampfte und krampfte, um im Alter eine volle zweite Säule zu haben und nun soll mir ein Teil wegen zweier Jahre bis zur Pensionierung abgezogen werden?» Die Folge ist klar: Da die AHV alleine kaum reichen wird, dürfte der verschuldete Binninger als Pensionär auf Ergänzungsleistungen angewiesen sein. Dazu sagt Talarico:

«Statt wieder selbstständig zu sein, liege ich dem Staat also weiter auf der Tasche. Das macht doch keinen Sinn.»

Etwas möchte der Binninger auf keinen Fall sein: ein motzender, undankbarer Sozialhilfebezüger: «Ich bin sehr dankbar für alles, was mir gegeben wurde.» Doch nichts wünscht sich Antonio «Toni» Talarico sehnlicher, als endlich wieder auf eigenen Beinen zu stehen.


DANKESCHÖN !!!

Die Gemeinde Therwil übernimmt seit über drei Jahren die Abfallgebühren unseres Hilfsprojektes und gibt uns die Gebührenmarken gratis ab. 

 

Wir danken ganz herzlich für diese Grosszügigkeit!


Leben an der Armutsgrenze (MIGROS MAGAZIN)

Ein Bericht der "Phari-Familie Röseler" im Migros Magazin vom 18. Oktober 2021.

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18.10.2021 Leben an der Armutsgrenze.pdf
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Neue Abgabestation am Mittwoch im Phari Therwil

Am 8. September haben wir neue Bezüger*innen aus Binningen und Bottmingen begrüssen können und durften dank der Lieferung der Schweizer Tafel ein tolles Angebot von Lebensmitteln präsentieren.

 

Leben Sie am oder unter dem Existenzminium und möchten sich gerne bei uns anmelden?

Hier finden Sie das Kontaktformular

Liebe Grüsse vom ganzen Phari-Team


"Därwiler Ehrepriis 2021"

Anlässlich der 1. August Feier in Therwil wurden wir mit dem „Därwiler Ehrepriis 2021“ ausgezeichnet. Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die uns dafür vorgeschlagen haben. Auch danken wir der Fachkommission für Kultur und Freizeit für die Nominierung und diesen Ehrenpreis. Ohne unsere vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer könnten wir ein Hilfsprojekt wie das Phari nicht realisieren. Deshalb auch ein grosses DANKESCHÖN an alle Personen, die sich ehrenamtlich bei uns engagieren. Weiter danken wir allen Privatpersonen, Stiftungen, Behörden, Gemeinden, Kirchgemeinden, Institutionen, Organisationen und vielen KMU’s der Region für die grosse Unterstützung. Besonders möchten wir hier dem Chefredaktor Geoges Küng für sein stetes Wohlwollen danken. Seit der 1. Phari-Stunde hat er uns eine wertvolle Plattform im BiBo für unsere Texte gegeben. Wir sind sehr stolz und glücklich, dass wir den "Därwiler Ehrepriis" entgegennehmen durften. Herzlichen Dank!

Brigitte Marques-Portmann & Gabi Huber-Zihlmann

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Laudatio Rösli Frick - Therwiler Preis.p
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Unterstützung vom Kiwanis-Club

DANKE den Herren des Kiwanis-Club Basel-Klingental, welche uns am 12. August wieder 4 Paletten mit Lebensmitteln und Hygieneprodukten bei der Migros in Oberwil aufgeladen, transportiert und ins PHARI reingetragen haben! Wir schätzen diese grossartige und unkomplizierte Unterstützung sehr. Danke herzlich lieber Marc, Lorenz, René, Andi, Martin und Thomas!

Dank Spenden können wir den armutsbetroffenen Personen und Familien im Leimental zusätzlich Hygieneprodukte (wie z.B. Zahnpasta, Waschmittel, etc.) verteilen. Dies entlastet das monatliche Budget dieser Menschen sehr.


"Ich engagiere mich im Phari, weil..."

Wegen der grossen Nachfrage betreffend «Lebensmittelhilfe» werden wir ab September einen zusätzlichen Abgabetag im Vereinslokal in Therwil realisieren. Ohne die vielen freiwilligen Mitarbeiter*innen könnte ein Hilfsprojekt wie unseres nicht durchgeführt werden. Wir haben im Phari-Team gefragt, warum sie sich bei uns ehrenamtlich engagieren. Dies sind einige Rückmeldungen von den über 50 freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir danken allen ganz herzlich für die vielen Einsätze während den letzten 6 Phari-Jahren.

 

Ich engagiere mich im Phari, weil... 

 

- ich mir wünsche, dass wenn es mir selber mal nicht gut geht, dass ich auch Hilfe von Menschen und Organisationen erhalten würde, so wie es das Phari macht.

 

- es so viele schöne und bereichernde Begegnungen unter den Freiwilligen und den Bezüger*innen gibt.

 

- Gutes tun auch mir guttut.

 

- der Verein Phari Menschen der "Working Poor“ Gruppe zur Seite steht und somit einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung In der Schweiz leistet.

 

- das Phari mit den Lebensmittelabgaben hilft, dass es weniger Foodwaste gibt.

 

- ich das Hilfsprojekt toll finde und ich gerne Freiwilligenarbeit leiste. Für mich sind auch schöne und wertvolle Kontakte dadurch entstanden.

 

- ich dankbar dafür bin, dass ich ein gutes Leben in einem privilegierten Land habe und ich ein kleines bisschen davon zurückgeben möchte.

 

- wir Helfer*innen während des Einsatzes an einem Strick ziehen.

 

- ich für Menschen da sein möchte, denen es nicht so gut geht und weil mir die Menschen am Herz liegen.

 

- ich so einen kleinen Teil beitragen kann, dass die soziale Ungleichheit nicht noch grösser wird.

 

- es mir Freude macht, echte Dankbarkeit in den Gesichtern der Empfänger*innen zu sehen.

 

- es mich selbst mit Dankbarkeit erfüllt.

 

- ich Mensch sein will und Menschlichkeit zeigen will.

 

- es so wichtig ist, für andere Menschen da zu sein.

 

- mein Horizont bei jedem Einsatz erweitert wird.

 

- ich Leute kennen lerne, die ich sonst nicht kennen lernen würde.

 

- helfen glücklich macht.


Am Jokerstand vom Therwiler Wuchemärt

 

Wir danken herzlich Regula & Jamal Gutzwiller-Malakut, Lua Pottier und Cameron Grossmann, welche am 7. + 14. Juli 2021 am Joker-Stand am Therwiler Wuchemärt mit dem Project Happiness viele schöne Sachen verkauft haben und den Erlös zu Gunsten unseres Hilfsprojektes spenden werden.


DANKE der Thomi Hopf Stiftung

Wir danken von ganzem Herzen der Thomi Hopf Stiftung für eine grosszügige Spende an unser Hilfsprojekt. Dank Spenden wie dieser können wir weitere Abgabetage für Lebensmittel realisieren. Ab September können wir noch mehr armutsbetroffenen Menschen schnell und unbürokratisch helfen. Dankeschön den Stiftungsrätinnen und -räten und der Geschäftsleitung.


DANKE dem Verein "Schnäggetreff" aus Oberwil

Anlässlich der Vereinsauflösung vom „Schnäggeträff“ durften wir vom Vorstand (Andrea Bratschi, Andrea Hollinger und Corinne Anderegg) die grosszügige Spende von Fr. 1013.57 entgegennehmen. 25 Jahre lang hat der Verein, welcher von freiwilligen Helferinnen aus Oberwil getragen wurde, viele Muttertags- und Weihnachtsbasteln sowie Spielnachmittage für Kinder aus der Region organisiert. Wir danken ganz herzlich für diese Spende, welche wir gerne für die Kinder aus armutsbetroffenen Familien aus dem Leimental einsetzen werden.


DANKE dem Lions Club St. Alban Basel

Wir danken von ganzem Herzen dem Lions Club Basel St. Alban für eine grosszügige Spende für unser Hilfsprojekt. Dank Spenden wie dieser können wir unsere Lebensmittelabgabe ausbauen und noch mehr armutsbetroffenen Menschen schnell und unbürokratisch helfen. DANKESCHÖN den Mitgliederinnen und Mitgliedern des Lions Club Basel St. Alban für ihre Grosszügigkeit!


NEU: GÖNNERVEREIN PHARI

Alle Infos und Anmeldeformulare: Klicken Sie hier oder unter "Gönnerverein"! (April 2021)


Sie liegen für Gabi Huber und Brigitte Marques nahe beieinander. Schmerz und Genugtuung. Die beiden Frauen leiten das Hilfsprojekt Phari mit Lokalen in Therwil und Reinach. Ein Projekt, das Menschen unterstützt, die sich am finanziellen Abgrund befinden. Zum Beispiel mit Nahrungsmitteln. Das bringt Huber und Marques in Kontakt mit bedrückenden Lebenswendungen. «Die Schwelle ist hoch, ein erstes Mal zu uns zu kommen», ist sich Huber der Schamgrenze Bedürftiger bewusst. Und Marques ergänzt: «Viele weinen. Sie sagen sich, ich bin jetzt so weit unten angekommen, dass ich mir Lebensmittel schenken lassen muss.»

Genugtuung verschafft Gabi Huber und Brigitte Marques, «der Gesellschaft etwas zurückzugeben». Oder schlicht morgens in den Spiegel schauen zu können, wie es Marques formuliert. «Dann kann ich zu mir sagen, du hast es wenigstens versucht, dass es anderen Menschen besser geht», sagt sie zu sich. «Das Leben wäre viel einfacher, wenn wir uns alle gegenseitig helfen würden.» Seit dem vergangenen Jahr arbeiten die beiden im 50-Prozent-Pensum für den Verein, den sie 2015 gründeten. Beide haben sie eine Ausbildung in Mediation. Gabi Huber ist zudem Tanzlehrerin, Brigitte Marques Karatelehrerin. Helferinnen und Helfer unterstützen sie.

 

Das Messer am Hals

Gegründet haben Marques und Huber den Verein, weil sie plötzlich feststellten, wie in ihrem privaten Umfeld einige in «massivste finanzielle Schwierigkeiten» gerieten. Leute, die ihre Wäsche in der Badewanne waschen mussten, weil die Waschmaschine nicht geflickt oder ersetzt werden konnte und das nötige Kleingeld fehlte. Menschen am Existenzminimum, die sich weder den Zahnarztbesuch noch die nötige Brille leisten konnten. Hinzu kommen die Spuren der Pandemie: Gabi Huber erzählt von einer alleinerziehenden Kellnerin, die noch 80 Prozent Lohn aus ihrer gerade inexistenten 60-Prozent-Anstellung bezieht. Die 300 bis 400 Franken Trinkgeld monatlich fallen auch weg – sie hat das Wasser bis zum Hals. «Dann springen wir ein», sagen Marques und Huber.

66 Haushalte werden in Therwil mit «Wuchegugge» versorgt, 58 sind es in Reinach. Pro Kopf stecken darin Waren im Wert zwischen 50 und 60 Franken. Geld fliesst keines. Auch nicht, wenn eine Stromrechnung offen ist. Dann wird die Rechnung beglichen. Direkt. Deshalb mögen die Phari-Helferinnen Unterstützung am liebsten in Form von Barem. Ein Spendenformular findet sich auf der Website. Lebensmittel bezieht der Verein von der Schweizer Tafel und seit kurzem vom Lieferdienst der Caritas. Der Gönnerverein Phari «gibt uns Planungssicherheit», sagt Gabi Huber. Die Miete übernimmt eine «grosszügige Dame aus Basel», die Löhne finanziert eine Stiftung. Unterstützung gabs zudem von der Glückskette. Im «Birsigtal-Boten» darf der Verein seine neuesten Informationen platzieren.

 

Ein kleines Stück Normalität

Eine wichtige Form der Begegnung ist das im Lokal integrierte Bistro. Was die Bäckerei Grellinger an Patisserie bis zum Abend nicht verkaufen kann, landet auf dem Bistrotisch. Kostenlos, zusammen mit einem Kaffee oder Tee. Marques bezeichnet dies als «ein Stück Normalität». Begegnung auf Augenhöhe will sie es jedoch auf keinen Fall nennen. «Das wäre ein Armutszeugnis für jede Gesellschaft», argumentiert sie, «egal, wer mit wem spricht, auf Augenhöhe muss das Gespräch immer stattfinden.»

Phari stösst an seine Kapazitätsgrenzen. Nicht zuletzt wegen der Pandemie, in der die Nachfrage nach Unterstützung deutlich gestiegen ist. Nachgedacht werde über zusätzliche Öffnungszeiten in Therwil und Reinach oder weitere Lokalitäten in Binningen oder Bottmingen. Gerade Seniorinnen und Senioren nutzen das Angebot stärker. «Altersarmut ist ein Riesenthema», sagt Gabi Huber. Doch kämen die Senioren wohl auch, weil sie die Begegnung suchten. Etwas, was die Pandemie zusätzlich zurückgedrängt hat. Ein weiterer Grund, warum Marques und Huber hoffen, das Bistro bald wieder in Betrieb nehmen zu dürfen.

 

Das Unsagbare

Neben all den Schwierigkeiten im Phari-Alltag komme doch viel zurück, und Dankbarkeit sei in den Augen der Menschen zu sehen, denen sie Hilfe anbieten können, sagen Marques und Huber. Es werde ihnen Vertrauen entgegengebracht, sogar in sehr schwierigen Momenten. «Wir kennen viele Fluchtgeschichten von Flüchtlingen», erzählt Huber. «Viele sind traumatisiert und können kaum darüber sprechen, was ihnen zugestossen ist», gibt Brigitte Marques zu bedenken. «Es hilft schon immens, wenn wir zuhören, warum es ihnen nicht gut geht.» Genugtuung und Schmerz – oft liegen sie für Gabi Huber und Brigitte Marques nahe beieinander.

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BaZ 26.4.2021.pdf
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Kooperation mit Caritas beider Basel

Sind Sie durch die Corona-Krise in finanziellen Schwierigkeiten? Haben Sie ein knappes Einkommen? Leben Sie am Existenzminimum? Gehören Sie zur Corona-Risikogruppe? Dann können Sie beim Caritas-Markt in Basel günstige Lebensmittel und weitere Produkte des täglichen Bedarfs bestellen. Die Caritas beider Basel hat in Kooperation mit dem Verein Phari und diversen Kirchgemeinde ein Angebot für armutsbetroffene Personen und Familien in Baselland erstellt. 

Dank Spendengelder kann der Caritas-Markt Ware zu speziellen Konditionen beziehen (bis 50% günstiger) und ermöglicht so den Verkauf von Produkten des täglichen Bedarfs für Menschen in schwierigen Situationen. 

Siehe auch den Caritas-Flyer auf unserer Homepage.

Und so geht’s: 

1.     Melden Sie sich bei der Geschäftsstelle der Caritas beider Basel: Tel. 061 691 55 55

2.     Jemand vom Caritas-Markt ruft Sie zurück, erklärt Ihnen das Sortiment, die Preise und nimmt Ihre Bestellung auf.

3.     Sie werden telefonisch über die Abholorte und -zeiten informiert. Die Bestellungen werden einmal pro Woche an verschiedene Pfarreien im Kanton BL und an den Verein Phari (Therwil/Reinach) geliefert.

4.     Sie holen Ihren Einkauf persönlich ab und bezahlen diesen bar.

5.     Wenn Sie in einer Risikogruppe sind, bitten Sie eine Vertrauensperson, die Bestellung für Sie abzuholen. Falls das nicht geht, ist auch eine Heimlieferung durch Caritas beider Basel möglich. Bitte erwähnen Sie dies bei der Bestellung. Diskretion ist selbstverständlich und die Lieferung ist gratis. 

Wir freuen uns sehr über diese Zusammenarbeit und hoffen, dass wir mit diesem Angebot vielen weiteren Menschen helfen können

Brigitte Marques & Gabi Huber

Vorstand Verein Phari